Reine unraffinierte Sheabutter gilt weithin als ungiftig für Katzen und Hunde, in den kleinen Mengen, die ein Tier von einer Pfote ableckt. Sie ist ein Pflanzenfett mit langer Geschichte als Speisefett in Westafrika, keine Chemikalie.
Die eigentliche Gefahr ist nicht die Butter. Es ist das, was hinzugefügt wird. Die meisten DIY-Rezepte für Pfotenbalsam im Netz sagen dir, du sollst ätherische Öle zugeben, und mehrere davon sind für Katzen giftig. Diesen Teil solltest du aufmerksam lesen.
Ist Sheabutter sicher für Katzen?
Ja, reine Sheabutter ohne Zusätze gilt für Katzen allgemein als risikoarm. Katzen putzen sich ständig, alles, was du auf eine Katze aufträgst, landet also in der Katze. Das erhöht die Ansprüche an das, was du benutzt.
- Verwende sie pur. Roh, unraffiniert, nichts eingemischt
- Nimm kleine Mengen. Ein Dünnfilm auf einem trockenen Ballen oder einer rissigen Nase, keine Schicht
- Niemals ätherische Öle zugeben. Siehe unten, das ist der Punkt, auf den es ankommt
- Frag zuerst deine Tierärztin, wenn deine Katze eine Erkrankung hat oder Medikamente bekommt
Die Warnung zu ätherischen Ölen
Diesen Teil solltest du bitte nicht überfliegen.
Katzen fehlt ein Leberenzym, das bestimmte Verbindungen aus ätherischen Ölen abbaut. Öle, die für einen Menschen nur intensiv sind, können für eine Katze wirklich gefährlich sein. Teebaum, Pfefferminze, Eukalyptus, Zitrus und Kiefer werden am häufigsten genannt. Mehrere sind in Konzentration auch für Hunde riskant.
Viele DIY-Rezepte für Pfotenbalsam enthalten ätherische Öle für den Duft. Lass diesen Schritt komplett weg. Deinem Hund ist der Geruch egal, und die Leber deiner Katze wird es dir danken. Dasselbe gilt für Fußcremes für Menschen: Menthol, Salicylsäure, Harnstoff und Duftstoffe gehören nicht in die Nähe einer abgeleckten Pfote.
Ist Sheabutter sicher für Hunde?
Ja, unter denselben Bedingungen. Hunde sind weniger empfindlich als Katzen, aber sie lecken trotzdem, die Regel pur bleibt also bestehen.
Beachte, dass unsere Sheabutter als Hautpflege verkauft wird und keine Lebensmittelzertifizierung hat. Wenn dein Hund alles frisst, was er findet, oder einen empfindlichen Magen hat, sprich vorher mit der Tierärztin. Das ganze Bild dazu steht in kann man Sheabutter essen.
Warum Pfotenballen rissig werden
Ein Pfotenballen ist ein dickes Keratinkissen, gebaut für Abrieb und nicht für Chemie.
- Streusalz im Winter und Auftaumittel ziehen Feuchtigkeit heraus und reizen die Oberfläche
- Heißer Asphalt im Sommer richtet thermischen Schaden an
- Raues Gelände nutzt die Ballen schneller ab, als sie nachwachsen
- Trockene Heizungsluft erledigt den Rest
Nasen sind eine andere Sache. Eine Hundenase ist normalerweise feucht und trocknet mit dem Alter, durch Sonne oder einfach weil dieses Tier eine trockene Nase hat.
Warum reine unraffinierte Sheabutter hier passt
- Eine Zutat. Kein Duft, kein Konservierungsmittel, kein Emulgator. Bei einem Tier, das alles innerhalb von vier Sekunden ableckt, ist genau das der Punkt
- Okklusiv und weichmachend zugleich. Sie erweicht verhärtetes Keratin und verlangsamt den Feuchtigkeitsverlust, und genau das braucht ein rissiger Ballen zum Aufbauen
- Fest bei Raumtemperatur. Ein Öl läuft auf deinen Boden, eine Butter bleibt, wo du sie hinsetzt
So trägst du sie auf
- Der richtige Moment: nach einem Spaziergang oder einem Nickerchen, wenn dein Tier ruhig ist
- Wärme ein erbsengroßes Stück zwischen den Fingern, bis es zu Öl wird
- Arbeite es in jeden Ballen und zwischen die Zehen, wo sich Risse verstecken
- Lenke fünf Minuten mit einem Kauartikel oder einem kurzen Spiel ab, während es einzieht
- Für Nasen eine winzige Menge auf die Oberseite, nicht in die Nüstern
Bei stark rissigen Ballen ein paar Abende hintereinander, danach zweimal die Woche zum Erhalten. Eine dünne Schicht vor dem Winterspaziergang wirkt als Schutz gegen Streusalz, und spül die Pfoten ab, wenn ihr zu Hause seid.
Wann du stattdessen zur Tierärztin gehst
Sheabutter ist für trocken, rau und spröde. Nicht für das hier:
- Tiefe Risse, die bluten, oder jede offene Wunde
- Schwellung, Wärme, Eiter oder Geruch
- Anhaltendes Humpeln oder das Vermeiden einer Pfote
- Ständiges Lecken oder Kauen an einer Pfote, was oft Allergie, Infektion oder einen Fremdkörper bedeutet
- Eine Nase, die verkrustet, aufreißt oder Pigment verliert
Wenn sich eine raue Stelle nach einer Woche täglicher Pflege nicht gebessert hat, vereinbare einen Termin, statt einen größeren Tiegel zu kaufen.
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Häufige Fragen
Darf ich meiner Katze Sheabutter auftragen?
Reine unraffinierte Sheabutter in kleinen Mengen gilt allgemein als risikoarm. Katzen putzen sich ständig, nimm also wenig, nimm sie pur und niemals mit ätherischen Ölen. Frag deine Tierärztin, wenn deine Katze eine Erkrankung hat.
Ist Sheabutter schlecht für Katzen?
Die Butter selbst ist nicht das Problem. Zugesetzte ätherische Öle sind es. Teebaum, Pfefferminze, Eukalyptus, Zitrus und Kiefer werden am häufigsten als giftig für Katzen genannt.
Ist Sheabutter sicher für Hunde?
Ja, unter denselben Bedingungen: pur, kleine Mengen, nichts zugesetzt. Sprich mit deiner Tierärztin, wenn dein Hund einen empfindlichen Magen hat.
Mein Tier leckt alles sofort ab. Ist das schlimm?
Ein Teil zieht schnell ein, fünf Minuten Ablenkung reichen meist. Abends aufzutragen, wenn dein Tier müde ist, ist der einfachste Trick.
Kann ich ätherische Öle für einen Pfotenbalsam zugeben?
Nein. Mehrere gängige ätherische Öle sind für Katzen giftig und für Hunde riskant, und alles auf einer Pfote wird abgeleckt. Nur reine Butter.
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